„Farinata“ ist eigentlich ein sehr altes Arme-Leute-Essen, mit wenigen Zutaten und schnell gemacht. Eine Art „Italian Street Food“. Das Rezept stammt aus Ligurien, der italienischen Küstenregion, aus der auch das berühmte Pesto kommt. Außerhalb Liguriens hat die Farinata bei Weitem nicht die Bekanntheit des Pesto erreicht, wird aber auch z.B. in der Toscana gern gegessen.
Bei der lokalen Bevölkerung ist dieser einfache Fladen aus Kichererbsen-Mehl sehr beliebt. Die hier vorgestellte Variante habe ich in Cecina in der Toskana kennen gelernt. „Ceci“ heißen die Kichererbsen auf italienisch. Ob der Name Cecina daher kommt?
Die Farinata hat viele positive Seiten: lecker, vielseitig, glutenfrei und vegan. Passt als Snack zu Allem. Man kann sie auch belegen wie ein Brot mit gegrilltem Gemüse, Schinken, Käse – was einem eben so einfällt. Das Einzige eventuell nicht so positive: Man muss mindestens drei Stunden vorher daran denken, das Mehl mit Wasser zu verrühren und quellen zu lassen.

Zutaten für ein Blech:

250 g Kichererbsenmehl

700 ml Wasser

ca 80 ml gutes Olivenöl

Salz und Pfeffer

1 Zweig frischer Rosmarin

Zubereitung:

Das Kichererbsenmehl in eine Schüssel geben, nach und nach das kalte Wasser mit einem Schneebesen einrühren. Es dürfen keine Klümpchen mehr darin sein. Mindestens drei Stunden, am besten über Nacht abgedeckt quellen lassen. Am nächsten Tag die Rosmarinnadeln klein schneiden, ein Backblech fetten und mit einem Backpapier auslegen. Den Teig gut umrühren, da sich das Mehl absetzt. Öl, Salz und Pfeffer sowie den Rosmarin einrühren und die Masse auf das Blech gießen. Sie steht ungefähr 1 cm hoch. Im Backofen bei ca 200 Grad im unteren Teil des Backofens backen. Mein Herd wird so schnell heiß, dass ich auch aus Energiespargründen auf das Vorheizen verzichte. Ca 30 Minuten backen, beobachten. Wenn sie oben braun wird und der Rand knusprig wird, ist die Farinata gut. Wer es besonders knusprig mag, lässt sie noch etwas länger im Ofen. In Stücke schneiden und am Besten sofort genießen. Wir haben einen großen gemischten Salat dazu gegessen. Falls etwas übrig bleibt kann man die Farinata-Stücke auch am nächsten Tag sehr gut toasten.

Kichererbsen-Farinata

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